Wussten Sie schon?

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen interessante Artikel, Urteile oder Kuriositäten aus der Versicherungswirtschaft zur Verfügung stellen und zum Nachdenken anregen.

Knochen im Steak – Zahnersatz vom Gastwirt?

Das Amtsgericht München hat mit Urteil vom 12. Februar 2015 entschieden, wer in einer Gastwirtschaft beim Verzehr eines Steaks seinen Zahnersatz ruiniert, weil er auf ein Knochenstück beißt, hat in der Regel keinen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz durch den Gastwirt.

Gastwirten ist nach Meinung des Gerichts auch nicht zuzumuten, Fleisch bei dessen Zubereitung auf kleinere Knochenteile hin zu untersuchen,
zumal das Knochenstück in dem entschiedenen Fall dermaßen klein gewesen sein muss, dass es auch von dem Kläger nicht rechtzeitig wahrgenommen wurde.

Anmerkung von Knud Bernitz: Es fällt also unter das allgemeine Lebensrisiko des Menschen oder p.g. (pech gehabt)

Grobe Fahrlässigkeit

     
Damit Leistungen im Schadenfall durch den Versicherer gekürzt werden können, kann er sehr schnell behaupten, der Schaden sei grob Fahrlässig herbeigeführt worden.    
 

Anmerkung von Knud Bernitz: bei Einschluss der Klausel " grobe Fahrlässigkeit" im Versicherungsschutz den wir vermitteln, kann der Versicherer diesen Einwand nicht geltend machen.

fiktive Schadenabrechnung

     

Wollen Sie einen z.B. Kraftfahrzeugschaden nicht über die Werkstatt abrechnen, sondern ohne Rechnung in Eigenleistung beheben und

reichen dazu nur den Kostenvoranschlag ein, kürzen die Versicherungsgesellschaften meist die Entschädigung unter Hinweis, dass andere

Werkstätten billiger sind. Lt. einem Urteil des AG Berlin-Mitte vom 19.08.14 – AZ 3 C 3423/12 müssen Sie das nicht einfach hinnehmen.

   
 

Anmerkung von Knud Bernitz: fordern Sie die Versicherung auf, ein konkretes Vergleichsangebot vorzulegen; nur die pauschale Mitteilung

der Versicherung reicht zur Kürzung der Reparaturkosten nicht aus.